Lubu's nuSound Kino

Lubu's nuSound Kino

von Lutz

Budget: ca. 32.000,- EUR

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Ausstattung

Produktgruppe
Marke / Modell
DLP-Projektoren (16:9) Mitsubishi Electric HC900E (16:9 DLP-Projektor; 1.024x576 Bildpunkte - kalibiert)
Rolloleinwände (16:9) Projecta Cinelpro electrol Rolloleinwand 2,25m x 1,26m (Format 16:9)
Röhren-TVs (16:9) Panasonic TX36PD30D (96cm)
AV-Receiver DENON AVR-4306 (Vorstufe für Multikanal)
Stereo- Vorverstärker ONKYO P3390 (Vorstufe für Stereo)
Stereo- Vorverstärker Dynavox TPR-1 (Röhrenvorstufe für Vinyl, modifiziert)
Heimkino-Ausstattung NG2 Röhrenphonovorstufe
Heimkino-Ausstattung DENON AU 320 - MC Übertrager (für Vinyl)
2-Kanalendstufen ONKYO M5590 (Front-Endstufe für Multi/Zweikanal)
2-Kanalendstufen ONKYO M5590 (Surround-Endstufe für Multikanal)
2-Kanalendstufen DENON POA 4400 (Center-Endstufe/Multikanal)
2-Kanalendstufen SONY TA-N 77ES (Surround-Back-Endstufe)
Mono-Endstufen Dynavox VR-80E (mono Röhre, modifiziert für Vinyl+CD), 2x
DVD-Player DENON DVD-3910
DVD-Player Pioneer DV 393 (codefree+MP3+JPG)
CD-Player SONY CDP-X 779ES
Schallplattenspieler THORENS TD 160 B MkII (mit SAEC W308N Tonarm + MC DENON DL-103R /Eigenbau Plattenspieler)
Sat-Receiver TOPFIELD TF5000PVR MP (mit Alphacrypt)
Front-/Standlautsprecher nubert nuWave 125, 2x + ATM Modul
Center-Lautsprecher nubert nuWave CS65 + ABL Modul
Surround/Side-Lautsprecher nubert nuWave 10, 2x + ATM Modul
Surroundlautsprecher nubert nuWave 3, 2x + ABL Modul
Subwoofer nubert nuLine AW1000 + Bodyshaker (Visaton in Ermangelung von Nubert) mit 120W Subwoodermodul), 2x
Heimkino-Ausstattung nubert ATM Modul 120/125
Heimkino-Ausstattung nubert ABL Modul
Kopfhörer beyerdynamic DT 880 Monitor (stereo)
Kopfhörer Sennheiser RS 130 (surround, kabellos)
NF-Kabel nubert nuCabel 8
NF-Kabel SME
NF-Kabel Goldkabel
Lautsprecherkabel KIMBER KABLE
Lautsprecherkabel Groneberg
Lautsprecherkabel Magnat Superflow
Kabel OEHLBACH (Videokabel)
Kabel nubert (Videokabel)
Kabel in-akustik (Videokabel)
Netzkabel LAPPKABEL Ölflex (1,5mm² und 2,5mm²)
Lichtsteuerungen Düwi Funk Fernsteuerung (Licht und Leinwand)
Heimkino-Ausstattung tk-audio Gleichspannungsfilter - Sonderanfertigung
Heimkino-Ausstattung tk-audio NFST2 (Netzfilter - je 4 Ausgänge), 2x
Heimkino-Ausstattung Relais gesteuerte Umschaltboxen für die verschiedenen Vor- und Endstufen
© Alle gezeigten/abgebildeten Produkte, Marken, Logos und Bezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
Aufbau und Funktion des Lubu’s Nu-Sound Kino Cinemas
An dieser Stelle möchte ich versuchen, den Aufbau und die Funktionsvarianten meines Heimkinos etwas näher zu erläutern, da schon alleine durch die Vielzahl der Geräte das Ganze für den „Nichteingeweihten“ recht unübersichtlich ist und mehrere Nutzungsvarianten bestehen.
Fangen wir mit dem klassischen Heimkino an. Bei mir ist derzeit ein 7.3 System installiert. Die Zentrale stellt der DENON AV Receiver AVR 4306 dar, dessen eingebaute Endstufen jedoch nicht verwendet werden. Die Frontlautsprecher (nuWave 125 mit ATM) werden in dieser Betriebsart von einer ONKYO Endstufe (M5590) befeuert. Das Gleiche gilt für die Rear Lautsprecher (nuWave 10 mit ATM), also Antrieb mit einer M5590. Die Back Surround Lautsprecher (nuWave 3 mit ABL) werden dagegen von einer SONY Endstufe (TA-N77ES) versorgt. Den Antrieb für den Center Kanal übernimmt eine DENON Mono Endstufe vom Typ POA 4400A über wiederum ein ABL an den nuWave CS65. Dazu gesellen sich 2 nuLine AW1000 Aktiv-Subwoofer sowie ein Visaton Bodyshaker unter meinem Sessel, angetrieben von einem Conrad 120 Watt Subwoofermodul.
Den Bildbereich übernimmt wahlweise ein Röhren TV (Panasonic TX-36PD30D) bzw. der Mitsubishi Beamer HC 900E (kalibriert).
Als Programmquellen dienen für DVDs (und SACD/DVD Audio) ein DENON DVD-3910 und für TV ein TOPFIELD DVBS Receiver PVR5000 Masterpiece. CD (in PLIIx) wird mit einem SONY CDP 797ES gehört (HDCD tauglich) und MP3 und Bilder werden von einem PIONEER DV-393 bereitgestellt. Die Tonverbindungen sind gleich mehrfach vorhanden, d.h. sowohl digital (Koax & optisch) als auch analog (2 & 7 Kanal). Ebenso die Bildkabel: HDMI > HDMI > DVI beim DVD via Receiver zum Beamer aber auch analog über Y U V und Scart Kabel (Sat Receiver / TV).
Kommen wir nun zu den Varianten:
Die Notwendigkeit Varianten zu schaffen kommt eben daher, dass ich nicht ausschließlich Home Cineast und Filmfreak bin, sondern auch oder gerade Musikliebhaber. So toll das Erlebnis von Filmen und Konzertmitschnitten auf DVD in Dolby Digital oder DTS auch sind – die Wiedergabe von Musik in klassischer Stereomanier hat m.E. nach wie vor ihren ganz besonderen Reiz und somit auch ihre Berechtigung. Und hier treten dann auch die – mehr oder minder ausgeprägten – klanglichen Schwächen von vielen AV Receivern zu Tage. Ich kann und möchte an dieser Stelle nun keine ausschweifenden persönlichen Klangeindrücke zu den unterschiedlichen Geräten erläutern – nur so viel: Bei Stereo fehlt den Mehrkanalboliden etwas.
Das brachte mich zur Anschaffung eines ONKYO Stereo Vorverstärkers (P3390) den ich dank der Eingangsumschaltung der Nubert ABL Module leicht an Stelle des Denon AVR verwenden kann. Dem dient der Sony CD, analog angeschlossen (der Digitalausgang des Sony versorgt den Denon AVR) als Programmquelle und dank zweier schaltbarer Vorverstärker Ausgänge kann ich dann – wenn ich will – sogar quasi 2x stereo mit 4 Lautsprechern genießen. Dann arbeitet der P3390 eben auf beide Onkyo Endstufen die dann die CD über die nuWave125 und die nuWave10 wiedergeben. Ob sie’s glauben oder nicht, das hat was!
Die letzte Variante erforderte dann noch einiges an „mechano-elektrischem“ Schaltungsaufwand. Aber der Reihe nach. Beginnen möchte ich mit der wiederentdeckten Faszination die eine Schallplatte auf mich ausübt. Und wenn schon „Vintage Software“, sprich Vinyl LP, dann doch bitte auch ein ebenso altertümliches Wiedergabegerät. Kein Monster Masselaufwerk neuester Machart, sondern ein alter THORENS TD-160B II (o.eigenen Tonarm) der gut und gerne nunmehr 30 Jahre auf seinem Subchassis hat. Ok, ich gebe es zu, ich habe ihn etwas modifiziert: Ich überlasse es nicht der 50Hz Netzfrequenz die Drehzahl konstant zu halten, sondern habe diesem Schätzchen ein aufwendiges externes Netzteil spendiert, welches selbst – quarzstabil – 50Hz generiert und dann mit 110 Volt (!) den Synchronmotor antreibt. Darüber hinaus wurden auch das Pulley aus Kunststoff gegen ein Präzisions- Aluteil getauscht, eine 10mm Tellerachse (Serie 7mm) mit Lagerkugel verbaut, das ganze Chassis bedämpft und eine neue massive Zarge aus Birkenmultiplex gebaut. Ebenso alt wie das Laufwerk ist der Tonarm. Ein japanischer SEAC W 308 N aus den frühen 70ern. Ein Feinmechanisches Meisterwerk was ich via Hong Kong ergattern konnte. Warum den? Ganz einfach, weil das in seiner Grundkonzeption noch ältere Tonabnehmersystem, ein DENON DL-103R (MC System jap. Rundfunkanstalten der 60er) eine so niedrige Nadelnachgiebigkeit hat, dass es eines „schweren“ Arms bedarf. Und da MC Systeme meist noch geringere Ausgangsspannungen generieren wie ihre MM Brüder, musste auch noch ein Phono Vorverstärker her. Die Wahl fiel auf ein Röhrenmodell mit veränderlicher RIAA Entzerrungskurve um der Charakteristik des MC’s gerecht zu werden. Was lag daher näher, als auch die weitere Verstärkung der Röhrentechnik zu übertragen. Als Linevorverstärker dient ein Dynavox TRP 1 und die Endstufen (Mono) sind ebenfalls Modelle von Dynavox (VR80E). Die Schaltung stammt von Hafler & Kereos (USA) von 1951! Leider haben die Chinesen bei der Wiederauferstehung dieser Verstärker allzu oft und an den falschen Stellen gespart. Dementsprechend bestenfalls mittelmäßig war auch deren Klang, sodass hier auch modifiziert werden musste (danke an Herrn Friedrich Hunold). Nach einer Radikalkur in der Werkstatt eines der bedeutendsten deutschen Röhrenspezialisten konnten dann die Glühkolben zeigen was in ihnen steckt.
Dumm nur, dass Röhren es nicht mögen ohne Last zu laufen und ein zweites Paar nuWave125 hätte außer meinem Budget auch den Platzverhältnissen in meinem Wohnkino geschadet. Also musste eine Schaltung her, die es ermöglichte den 125ern die jeweils gewünschte Endstufe zuzuordnen. Bei den Vorverstärkern erledigt dies ja das ATM Modul. Also entwickelte und baute ich eine relaisgesteuerte Umschaltbox für die nuWave125.
Im Prinzip bedeutet dies, dass ich praktisch 3 Anlagen in einer habe, die ich je nach Wunsch, Geschmack und Programmquelle bzw. Material in den verschiedensten Konstellationen zusammenschalten kann. Von rein Analog mit Röhrentechnik bis zu digital mit modernster Chip Elektronik. Das dabei die Stromversorgung nicht zu kurz kommt, d.h., dass möglichst keine „Verunreinigungen“ von Gerätschaften außerhalb der Anlage deren Betrieb stören oder sich nachteilig auf den Klang auswirken können, dafür wurde natürlich auch gesorgt. Eine separate, bauseitig vorgesehene Leitung (5x2,5mm²), abgesichert durch AHP Schmelzsicherungen kommt direkt vom Hausanschlußraum, abgeschlossen von 3 speziellen Schokosteckdosen mit massiven Schraubkontakten. Alle Geräte durch die kein Ton-/Bildsignal läuft werden über hochwertige Netzleisten versorgt. Alle Ton-/Bild relevanten Bausteine werden wiederum von individuell auf das entsprechende Gerät ausgelegten Netzfiltern mit Strom versorgt, diesen ist ein leistungsfähiger Gleichspannungsfilter vorgeschaltet (alle TK-Audio, teils Sonderanfertigung). Es versteht sich von selbst, dass die Verkabelung der Geräte untereinander ebenso sorgfältig wie hochwertig jedoch nicht „voodoo- mäßig“ ausgeführt ist. Es kommen Lautsprecherkabel von Kimber, Groneberg und Magnat zum Einsatz. Netzkabel sind durchweg geschirmte Ölflex Leitungen von Lapp Kabel. NF- und Bildsignal führende Kabel stammen von Nubert, Goldkabel, Oehlbach, van den Hul, SME und Monitor Audio. Komplettiert wird mein Wohnkino, das übrigens bis auf die „Röhren“ komplett fernbedienbar ist, von einem Kopfhörer Beyer Dynamik DT880 Monitor sowie einem Sennheiser RS130.
Das Thema HD Bildwiedergabe habe ich vorerst zurückgestellt. Da der „Formatstreit“ HD DVD vs. BlueRay nicht entschieden ist – ich hoffe auf „HVD“ – werde ich die weitere Entwicklung sehr genau verfolgen um mich dann für ein Format zu entscheiden welches dann dominant ist bzw. Zukunftspotential hat. Die Entwicklung auf diesem Gebiet geht ja rasend schnell – Beamer werden immer besser und dabei erschwinglicher, neue „Bildschirm“ Technologien werden serientauglich und möglicherweise wird es in naher Zukunft auch praxisgerechte Kombigeräte geben, die wahlweise Blueray und HD-DVD wiedergeben können. Auch ist das Thema „Double-Bass-Array“ noch nicht vom Tisch, dazu sind jedoch aufwendigere Umbaumaßnahmen erforderlich für die momentan noch die finanziellen Mittel fehlen.
Glücklicherweise wird die „Qual-der-Wahl“ von Lautsprechern wohl nicht mehr auftauchen, bestenfalls die Auswahl des Modells, denn da bin ich mir sicher, es werden immer Nubert Boxen sein.

Hier noch die Entstehungsgeschichte meines Heimkinos:
Wie alles begann…? Tja wie und wo fängt man an, wenn man auf rund 40 Jahre zurückblickt, 40 Jahre geprägt durch die Liebe zur Musik (+Film) sowie die Faszination die die dafür erforderlichen Wiedergabegeräte auf mich bis heute ausüben?
Angefangen hat es wohl damit, dass bei uns immer Musik lief. Wenn Mutter ihre Hausarbeit erledigte, war ich als Knirps ja immer dabei – und es lief Musik im Radio. Das war so Anfang der 60er. Natürlich war ich schon früh von Gruppen wie den Beatles, den Stones, den Bee Gees und so weiter begeistert, was lag also näher als die damaligen Hits auch auf Platte (Single) haben zu wollen. Diese wurden dann den ganzen Tag rauf und runter gespielt. Als Equipment herhalten musste damals noch ein Röhrenradio – ich glaub es war ein Nordmende „Fidelio“ an dem sich ein Telefunken „Musikus 504“ redlich mühte den Rillen zu folgen – natürlich alles noch in Mono und weit weg von dem was man heutzutage als HiFi gerechte Wiedergabe bezeichnet. Das tat der Stimmung und der Begeisterung für diese „neue“ Musik jedoch keinen Abbruch.
Ok, aus dem Knirps wurde ein Schüler – ein Jugendlicher, der dann auch anfing sich dafür zu interessieren wie denn diese Technik funktionierte und selbstredend enormen Verbesserungsbedarf sah was die elterliche „Anlage“ betraf. Erste Erfahrungen mit „dem Strom“ sammelte ich schon ein paar Jährchen früher, als ich Omas Staubsauger zerlegte bzw. in ein Gebläse umfunktionierte. Ich muss jedoch eingestehen, dass weder Oma noch meine Eltern von meinem forscherischen Bastlerdrang begeistert waren – sei’s drum. Zu Realschulzeiten ging’s dann richtig los: Durch den Umzug 68 ins neu erbaute Eigenheim, ich war damals 13, hatten wir endlich mehr Platz und meine Eltern konnten sogar zwei Zimmer an einen Physik-/Mathematikstudenten vermieten. Und der konnte Verstärker bauen – für mich damals der genialste Mensch. Zu dieser Zeit besaß ich schon eine kleine Anlage, bestehend aus Stereoplattenspieler mit Kristalltonabnehmer und Stereoverstärker mit 2x15 Watt Musikleistung vom Versandhaus Neckermann. Komplettiert wurde das Ganze durch 2 Wege Boxen von ITT / Schaub Lorenz. Darauf war ich stolz wie ein König, musste jedoch sehr bald schmerzlich feststellen, dass Gerhards (so hieß der Student) Equipment – bestehend aus einem selbstgebauten Verstärker und ebensolchen Boxen, sehr viel besser klang. Um dem aufkeimenden Sozialneid keinen Raum zu lassen, bekniete ich meine Oma mich finanziell zu sponsoren und Gerhard mich in die Kunst des HiFi Selbstbaus einzuweihen. Nach langem Überreden hatte ich es geschafft Oma die nötigen finanziellen Mittel abzuringen und baute dann mit Gerhards Hilfe zwei kühlschrankgroße 3 Wege Boxen mit Teilen aus dem Heco und Isophon Selbstbausortiment. Schnell stellte ich fest, dass das Neckermann Verstärkerchen mit dem Leistungshunger der Boxen schlicht überfordert war. Rettung kam in Gestalt von Gerhard: Er schlug vor den Neckermann zwischen Vor- und Endstufe aufzutrennen und letztere durch einen Selbstbau mit damals für mich gigantischen 2x40 Watt Sinus aufzupeppen. „Gesagt getan“ wäre an dieser Stelle glatt gelogen, denn mir wurde schnell klar, dass die Diskrepanz, um das Wissen der Geheimnisse der Elektronik, zwischen mir und Gerhard doch gewaltig war – kurzum, Gerhard hat dann meine verbastelte Verstärkerkiste gerettet.
Wow! Was für ein Sound! Natürlich informierte ich das ganze Haus, inklusive aller Nachbarn darüber wie genial die neue „Deep Purple“ Lp mit „Speed King“ und
„Child in Time“ war – meine Eltern teilten diese Begeisterung allerdings nicht – für mich damals völlig unverständlich. Das hielt mich jedoch nicht davon ab, den verbliebenen Neckermann Vorverstärkerteil durch ein adäquates Selbstbauteil ersetzen zu wollen und zwar diesmal – das war mein Ehrgeiz - ohne Gerhards Hilfe. Das Ergebnis war, ich drücke es einmal vorsichtig aus, ernüchternd: Das Ding hat geschwungen wie ‚ne Glocke! Mist – also musste Gerhard doch wieder herhalten, was aber dieses Mal auch nichts nützte. Weder er noch seine Physik Professoren an der Frankfurter Uni konnten dem Verstärker das Schwingen abgewöhnen und fanden den Fehler nicht.
Nach dann 5 Wochen mörderischem Ferienjob in einer Restaurantküche habe ich dann sogleich mit diesem Verdienst die Wirtschaft angekurbelt und mir einen „Scott“ Verstärker mit sagenhaften 2x60 Watt Sinus gegönnt.
Um diesen Bericht nicht auf das Maß eines veritablen Taschenbuchs aufzublähen und sie nicht über Gebühr zu strapazieren, fasse ich die folgenden Jahre meines „HiFidelen“ Werdegangs im Stenostil zusammen. Es kam wie es kommen musste wenn man vom HiFi Bazillus infiziert wurde. Es folgten Verstärker von Dual, Technics, Pioneer um nur ein paar zu nennen – begleitet von neuen Lautsprecherboxen wie Magnat, KEF und ESS und viele andere. Selbstverständlich wurde das „Drumherum“ durch Tonbandgeräte (UHER + AKAI), Tuner (Technics + Kenwood), Kassettendecks (Akai + Pioneer) sowie diverser Plattenspieler (Dual, Technics, Garrard und Thorens) und Zusatz Equipment wie Equalizer, und SQ Decoder usw. immer wieder ausgetauscht, erneuert und komplettiert. Da ich schon früh die Faszination der Mehrkanal Wiedergabe für mich entdeckte, nämlich Anfang der 80er mit einem Sony SQA 200 SQ-4-Kanal Decoder, blieb ich dieser Wiedergabeart bis heute treu. Neue Geräte kamen, Ehefrauen gingen. Ich glaube die waren sich nicht sicher ob ich sie oder meine Geräte mehr liebte, aber das ist eine andere Geschichte. Dem Sony folgten aus gleichem Haus ein Dolby Surround Vorverstärker nebst passenden Endstufen sowie diverse Lautsprechersets u.a. eines aus Geldnot von Eltax. Aus Dolby Surround wurde Dolby Digital und DTS und wie könnte es anders sein, natürlich wieder zeitgemäßes Equipment.
Dann kann das Jahr 2003, ich hatte mich von der Generation der Videorecorder verabschiedet und inzwischen das Medium DVD für mich entdeckt –und ich war durch die entsprechenden Fachzeitschriften auf Nubert aufmerksam geworden. Nach wochenlangen Internet Recherchen beschloss ich, der NSF in Gmünd einen Besuch abzustatten. Also quälte ich mich in diesem Supersommer 286 km weit in meinem alten Omega ohne Klimaanlage über Autobahn und Landstrassen nach Schwäbisch Gmünd. Dort angekommen begrüßte mich ein freundlicher junger Mann und bot mir – ob meines verschwitzten und geschafften Eindrucks den ich wohl auf ihn machte – erst einmal etwas zu trinken an. Erfrischt und durch die gereichten Getränke (Mineralwasser und Kaffee) wieder munter bekundete ich gegenüber besagtem jungen Mann mein Interesse an neuen Geräten (AV Receiver) im allgemeinen und Nubert Boxen im Besonderen. Was dann folgte hatte ich bislang in meiner ausgedehnten HiFi- und Musik Karriere noch nicht erlebt.
Nicht nur, dass mich der Klang der Nubert Boxen von Anfang an begeisterte, schaffte es Herr Reichelt (der junge Mann) auch mein Weltbild von der „Servicewüste Deutschland“ gründlich zu zerstören. Das Ergebnis bestand darin, dass ich Gmünd am späten Nachmittag mit einem neuen AV Receiver (Onkyo 898) und einer Bestellung über ein Nubert 7.2 Surround Set (siehe Auflistung) verlies. Da die „WAF-Hürde“ bei mir ja nicht mehr existierte, komplettierte ich meinen Neuerwerb mit einem passenden Onkyo DVD Player (DV SP800) und nach und nach mit diversen Endstufen (Liste).
Da mich die Klangeigenschaften (aller) AV Receiver bei reiner Stereodarbietung nicht gänzlich glücklich machten, wurde noch ein Vintage Stereo Vorverstärker (Liste) angeschafft womit ich dann dank der genialen AT Module von Nubert problemlos, je nach Programmquelle zwischen Multikanalvorverstärker und Stereo Pedant umschalten konnte. Damit war ich „tontechnisch“ erst einmal befriedigt. Aber zu einem – ich nenne es bei mir.- Wohnraum Kino gehört nun mal auch ein entsprechendes Bild. Groß sollte es sein, also schied ob meines vorhandenen TV’s ein Plasmadisplay aus. Also ein Beamer musste her, eine Leinwand natürlich dann auch (s.Liste). Aber selbst mir technikverliebtem Freak gefiel diese nackte Leinwandkiste an der Decke überhaupt nicht, zumal ich ja schon eine erkleckliche Summe in die (Maß-) Anfertigung eines, meinem Vorstellungen entsprechenden, Geräteschranks investiert hatte. Fazit: Überlegen, planen, Baumarkt heimsuchen und los geht’s. Das Ergebnis ist, wie ich glaube, ganz gelungen und auf den beigefügten Bildern auch gut zu sehen. Um die Sache – ich nenne es „Lubu’s nu-Sound Kino“ abzurunden, wurden an den Fenstertüren noch Jalousien zur Verdunkelung angebracht und die Raumbeleuchtung mittels Funkschalter bequemlicher gestaltet.
Nun war ich erst einmal hoch zufrieden. Wer nun aber glaubt, dass dies lange so bleibt, kennt mich schlecht. Leider beherrschte der AV Receiver Dolby Prologic II x nicht und außerdem der DVD Player nicht das Einmessen von SACD’s und DVD Audio Scheiben. Man ahnt schon was nun kommt: Denon AVR4306 und DVD3910 traten die Nachfolge an.
Gut nun? Ja – aber die Stromversorgung! Beunruhigt durch diverse Artikel in Fachzeitschriften machte ich mich daran, für sauberen Strom zu sorgen. Wer hierbei nun an Yello Strom denkt, irrt leider gewaltig. Erst mal den bösen Sicherungsautomat gegen ein AHP Klangmodul mit Schmelzsicherung austauschen. Ein separates Kabel, exklusiv für die Anlage war ja schon bauseitig realisiert worden (5x2,5mm²). Soweit, so gut – nun geht’s daran evtl. Störenfriede aus dem Netz fernzuhalten. Überlegen – informieren – suchen: Herr Killermann von TK-Audio erwies sich als kompetenter „Netzreiniger“. Zwei Netzfilterstationen, eine für die (Digital-) Quellen die andere für die Endstufen, mit je 4 individuell ausgelegten Ausgängen, sowie eine Sonderanfertigung eines entsprechenden Gleichspannungsfilters schafften unter Zuhilfenahme von besseren Steckdosen und abgeschirmten Netzkabeln erst mal Ruhe an der „Stromfront“.
Das ging wieder eine Zeitlang gut – bis ein Arbeitskollege an mich herantrat. Der war, ich hoffe seine Frau verzeiht mir irgendwann einmal, durch mich infiziert worden und brauchte dringend Platz für die stetig wachsende DVD Sammlung. Und dieser musste die antiquierte Schallplatten Sammlung weichen. Dumm nur, dass dieser Kollege – vielleicht weil wir gleich alt sind, einen fast identischen Musik Geschmack wie ich hat. Außerdem sind 100,-€ für rund 500 gut erhaltene LP’s nebst eines Technics DD Laufwerks ja nicht übertrieben. Ich hätte dabei letztes Jahr aber besser mal an die Folgekosten denken sollen – na ja, was soll’s – nun ist es halt passiert: Der Technics erwies sich leider nicht als der analoge Freudenbringer und so machte ich mich auf die Suche nach Abhilfe. Fündig und wiederum infiziert wurde ich im AAA Forum. Was dabei herauskam sehen sie ja auf den Bildern selbst. Ein Vintage Thorens TD-160 B MkII wurde komplett neu aufgebaut und mit Lagertuning, aktiver elektronischer Motorsteuerung und dem Selbstbau einer neuen Zarge auf eine, wie ich meine, high endige Ebene gehoben. Dazu gesellte sich, bzw. hat beigetragen eine ebensolcher Vintage Tonarm SAEC W 308 N der einen Denon DL-103 R MC Abtaster sicher durch die Rillen führt. Das Ensemble klang an dem alten Onkyo VV schon richtig gut und bald stellte sich heraus, dass LP’s klanglich einer CD durchaus Paroli bieten können.
Ich hatte mich finanziell kaum von dieser Aufrüstaktion erholt, kam der nächste Schlag: Ich erlitt einen Bandscheibenvorfall und wurde dadurch für vier Monate mehr oder weniger ans Haus gefesselt. Für jemanden wie mich ist es aber sehr gefährlich (zu-) viel Zeit zu haben. Langeweile schlägt dann in Übermütigkeit um. Da ich „bewegungstechnisch“ sehr eingeschränkt war, sorgten die DVD Sammlung, die TV Anstalten und das Internet für Kurzweil, mit der Folge, dass ich auf die Wiederauferstehung der Röhrentechnik aufmerksam wurde. Und da man als HiFi infizierter Musikliebhaber sehr anfällig für „Neuerkrankungen“ ist, war es nicht weiter verwunderlich der neuerlichen Virusattacke zu unterliegen. Da dieses Virus ja nicht heilbar ist, sondern nur die Symptome behandelbar sind, probierte ich folgende Therapie aus: Man nehme einen Röhren Phono Vorverstärker mit justierbarer RIAA Entzerrung für den Denon MC Tonabnehmer, reichert diesen mit einem Line Röhrenvorverstärker an und schließt die Behandlung mit zwei Mono Röhrenendstufen ab. Zur Nachsorge lässt man dann die „Röhrenmedizin“ durch den bekannten Röhrendoktor F.Hunold modifizieren. Um den Infektionsschub vollends auszukurieren und nicht immer die Lautsprecher und Endstufen umstecken zu müssen empfiehlt sich dann noch folgende Maßnahme: Nach sorgfältiger Planung sucht man die Fa. Conrad Elektronik via Internet heim, bestellt sich neben diversen Bauteilen, Relais, Steckern und Buchsen vier Alu Kleingehäuse und baut sich entsprechende komfortable Umschaltboxen. Die sorgen nun in Verbindung mit den Nubert’schen ATM’s dafür, dass ich ganz bequem (bei Stereo) jeden der 3 VV’s mit wahlweise den Onkyo Endstufen oder den Röhren betreiben kann - ohne umzustecken!
Und hier zeigen meine nuWave 125 wieder einmal, welch ein Ausnahmelautsprecher da von G. Nubert geschaffen wurde. Egal ob mit Multikanal in Verbindung mit dem restlichen Nubert Boxen Ensemble oder in Stereo – egal ob digitale oder analoge Programmquelle und egal ob digitale Rechenpower, Transistoren (oder andere Halbleiter) oder ob Röhren für die Signalbereitstellung zuständig sind: Die Nubis können alles und machen bei jedem Programm Material eine ausgezeichnete Figur, auch oder gerade auch mit analogem Programm und Röhren als Verstärker. Das dabei die Qualitäten bei Dolby Digital/DTS/SACD/DVD Audio nicht zu kurz kommen beweisen die besorgten Hinweise meiner Nachbarn immer wieder, die denn befürchten, ich könne vielleicht doch einmal ein Erdbeben auslösen. Berücksichtigt man nun noch die hervorragende, freundliche und faire Beratung bei Nubert, den ausgezeichneten Service und das vorbildliche preiswerte Direktvertriebsverfahren, frage ich mich allen Ernstes wie es noch Leute gibt, die keine Nubis haben.
Ob ich verrückt bin? Eindeutig ja – zumindest nach Meinung einiger Freunde und Bekannten, ganz sicher aber nach Meinung meiner Ex Frauen. Ich hoffe jedoch bei ihnen auf Verständnis zu stoßen, denn es kribbelt schon wieder so komisch…
Ich habe die Befürchtung, dass der HD Bild Virus im Anflug ist !?!

In diesem Sinne möchte ich an dieser Stelle meinen Bericht schließen, ohne jedoch zu versäumen allen Leidensgenossen mein vollstes Verständnis zuzusichern und verbleibe mit „hifidelen“ Grüßen

Lutz
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