Lichtspiele Ottendorf

Lichtspiele Ottendorf

von Arne

Budget: ca. 40.000,- EUR

Heimkino weiterempfehlen

Panorama-Bilder

Ausstattung

Produktgruppe
Marke / Modell
DILA-Projektoren (16:9) JVC DLA-X30B (16:9 - Full-HD DILA-Projektor; 1.920x1.080 Bildpunkte)
Rahmenleinwände (21:9) 3,15m x 1,35m 21:9 Rahmenleinwand auf 16:9 maskierbar – Eigenbau - schalldurchlässiges Leinwandtuch Gammalux Micro
AV-Receiver DENON AVR-3806 (7-Kanal AV-Receiver - 7x 160 Watt)
Blu-ray Player Oppo Digital BDP-93EU
Sat-Receiver Sky Standard SAT Receiver
Front-/Standlautsprecher Teufel Theater 4 M410FR, 2x
Center-Lautsprecher Teufel Theater 4 M410C
Surround/Side-Lautsprecher Teufel Theater 4 M410D, 2x
Surroundlautsprecher Teufel Theater 4 M410FR, 2x
Subwoofer Teufel Theater 4 M4100SW
Kabel OEHLBACH PRO IN Multimedia Wand-Einsäte (Audio-Cinchbuchsen 24 Karat vergoldet)
Kinostühle Milanetti - Lederpolstern Reclinersessel, elektrisch verstellbare Fuß- und Rücklehne
Absorber wurden nach genauen Vorgaben eines Akustikers gefertigt und sind eine Mischung aus Breitbandabsorber (Membranabsorber mit Mineralfaser (Seiten) und Plattenschwingern (Decke)
Mediensteuerung Marmitek IR Control 8 Extender für "Room to Room" IR Signal
© Alle gezeigten/abgebildeten Produkte, Marken, Logos und Bezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
Hier ein paar kurze Infos zu meinem Kino „Lichtspiele Ottendorf“ - im Anschluss daran folgt die ausführliche Entstehungsgeschichte sowie viele weitere Details
Das Heimkino wurde in 1,5 Jahren Produktionszeit komplett in Eigenregie, aber mit der Unterstüztung etlicher fleißiger Helfer, errichtet. Professionelle Hilfe wurde bei der Ausführung der Arbeiten nur für die Teppichverlegung in Anspruch genommen.

Eine akustische Optimierung des Raumes (34 qm) mittels Absorbern wurde sowohl an Wänden (Membranabsorber - Breitbandabsorber), Ecken (Tiefbass - Eckabsorber) wie auch an der Decke (Plattenabsorber) nach den Vorgaben eines Akustikers umgesetzt. Der Raum verfügt über eine zentrale Be- und Entlüftungsanlage, die ausschließlich im Keller unseres Hauses genutzt wird. Der Raum wurde in klassischem rot/schwarz gestaltet, der einzigen "echten" Kinofarbkombination :-).

Die Absorber können nach oben und unten mittels RGB LED beleuchtet werden. Die Leinwand sowie das Podest ebenfalls. Oben, neben den Deckenabsorbern, wurden jeweils 6 Halogenstrahler a 50 Watt eingebaut.

Wie man auf meinen Bildern sieht wurde das Ziel möglichst wenig Streulicht im Heimkino zu erhalten optimal erreicht ;-). Die Wände wurden mit einer Spezialfarbe, die durch Opernhäuser und Theater genutzt wird, in matt-schwarz gestrichen. Die Absorber sind mit schwarzem und weinrotem Stoff bezogen.

Die schalldurchlässige Leinwand (Aufprojektionsfolie Gammalux Micro) wurde auf einen 3,15 m breiten Keilrahmen aufgezogen und in eine extra hierfür vorgesehene Holzkonstruktion eingesetzt. Hinter der Konstruktion verbergen sich die Frontsurrounds und der Center sowie der Subwoofer. Die Frontkonstruktion wurde weitgehend mit Molton abgedeckt, nur der untere Bereich, in dem sich der Subwoofer befindet, wurde mit Akustikstoff bezogen.

Die gesamte Technik (Verstärker, Beamer, BD Player usw.) befindet sich in einem separaten Technikraum und kann mittels des Marmitek IR Control 8 Extender problemlos aus dem Heimkino bedient werden. Vom Technikraum aus wird auch durch eine Öffnung in der Wand, die mittels Museumsglas verschlossen wurde ins Heimkino projiziert. Ich habe diese Variante gewählt, um die Geräuschquelle Beamer komplett auszuschließen und um echtes Kinofeeling zu erzielen.

Als Lautsprechersystem für die AV Kette kommt ein Teufel Theater 4 in 7.1 Konfiguration zum Einsatz. Das Ganze wird über einen Denon AVR-3806 angetrieben. Medien werden über einen OPPO BDP-93EU zugespielt und das ganze wird über einen JVC DLA-X30 wiedergegeben. Fussball gibt es über den Sky Standard-Sat-Receiver.

Zur Musikwiedergabe sind zwei JBL TI 5000 aufgestellt, die durch separate Zuspielgeräte betrieben werden (Sony TA-FA5ES, Sony CDP-338 ESD, Sony TC-K850ES und eine Revox Tonbandmaschine B77).

Hi-Fi Anlage:
- Verstärker: Sony TA-FA5ES
- CD-Player: Sony CDP 338 ESD
- Tape Deck: Sony TC-K850ES
- Tonbandmaschine: Revox B77 (2 Spurgerät)
- Lautsprecher: JVC TI 5000


Lichtspiele Ottendorf - Wie alles begann

Wie kam es zu dem Kino:
Seinen Ursprung hat der ganze Wahnsinn in meiner Jugend. Mein Vater war schon immer Film und Musikfan und hat mich in meiner frühesten Jugend mit dem Virus infiziert. In unserer Familie wurden alle typischen Filmphasen durchschritten: gekaufte oder selbstgedrehte Super 8 Filme, Video, den ersten Röhrenfernseher in 16:9 Fernseher von Sony mit Surroundsound (das war echtes Kino :-) und dann später eine riesige DVD Sammlung meines Vaters. Die Liebe zum Film, aber auch zur Filmmusik, teile ich weiterhin mit meinem Vater, der nach dem Umstieg auf BD, mittlerweile schon wieder über 1.000 Filme haben dürfte.
Quasi seit dem Ende meiner Studienzeit in 2001 hatte ich den Wunsch mir irgendwann einen Raum zum Filme schauen und Musik hören einzurichten. Als wir im Jahr 2005 in ein Mietshaus einzogen, kaufte ich hierfür, die jetzt auch im Heimkino eingesetzten, Lautsprecher und den Receiver plus einen HD Ready Panasonic Plasma TVin 42 Zoll. Zu der Zeit war das der Hammer. Die Geräte wurden seinerzeit noch in 5.1 Konfiguration im Wohnzimmer aufgebaut. Schon damals wollten meine Frau und ich allerdings ein Eigenheim bauen und es war klar, dass hier dann auch ein entsprechender Raum für diesen Zweck vorhanden sein sollte. Weswegen ich damals schon 2 weitere Lautsprecher des Sets kaufte, um später ein stimmiges 7.1 System aufbauen zu können.

Planungsphase:
Als wir im Jahr 2009 den Bau eines Hauses mit unserem Architekten durchsprachen haben wir für den Zweck „Heimkino“ einen Raum im Keller vorgesehen mit einem separaten Technikraum. Zu diesem Zeitpunkt wurden nach Rücksprache mit diversen Fachhändlern und Eigenrecherechen in diversen Internetforen schon alle wesentlichen Grundlagen gelegt.
Die Öffnung zur Projektion aus dem Technikraum wurde nach Rücksprache mit einem Heimkinofachhändler in der jetzigen Größe und Höhe gleich beim Bau offen gelassen. Dabei wurden ebenfalls schon Optionen für den späteren Einbau von Absorbern berücksichtigt. Der Abstand der Türen zu den Seitenwänden wurde z.B. so gewählt, dass hier Bassfallen eingebaut werden können. Die Öffnung des Projektors wurde in einer Höhe vorgesehen, die den Einbau einer Akustikdecke zulässt. Sämtliche Lautsprecherkabel und Lichtauslässe wurden Unterputz verlegt.
Des Weiteren wurde nach Rücksprache mit unserem Architekten eine Belüftungsanlage für den Keller vorgesehen, die vor allem das Heimkino mit ausreichend Frischluft versorgt und eine Wärmerückgewinnung beinhaltet. Für den gesamten Keller wurde nach diversen Diskussionen mit unserem Architekten über die Sinnhaftigkeit und die Kosten wie im Rest des Hauses auch eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Entscheidung war goldrichtig! Vor allem aber wurde der Keller baulich für den genannten Zweck ausgestattet, was bei unserem feuchten Baugrund u.a. bedeutete, dass der Keller als „Weiße Wanne“, also wasserundurchlässig, errichtet wurde und zusätzlich gegen die Diffusion von Wasserdampf von außen mit einer Bitumendickschicht versehen. Hier hat unser Architekt nach eigenen Worten Gürtel und Hosenträger gewählt. um Schäden durch Wasser weitestgehend auszuschließen.
Die endgültige Gestaltung des Raumes folgte dann weitestgehend der optimalen Positionierung der Lautsprecher, dem Konzept der Absorber, dass der Akustiker vorgab und dem Gedanken die Frontlautsprecher und den Subwoofer hinter einer schalldurchlässigen Leinwand und Frontkonstruktion verschwinden zu lassen, die mit Stoff bezogen werden sollte.

Der Bau:
Der Bau begann im März 2012. Die Premiere des Heimkinos war dann am 19.10.2013. Die Fertigstellung war einen Tag vorher. Die Verkabelung wurde schon während der Bauphase des Hauses gelegt. Hier war also nichts mehr zu tun. Im nächsten Schritt wurde der Raum dann tapeziert und zunächst nicht gestrichen. Fest stand zunächst es sollte zwei Sitzreichen geben und für die hintere Sitzreihe ein Podest. Zur Konzeption des Podestes habe ich zunächst die Maße von Sesseln inkl. Hockern genommen, da jetzt schon fest stand, dass ich später Sessel mit Beinauflagen haben will und das Podest natürlich nicht zu klein sein durfte. Mit diesem Anliegen bin ich dann zu meinem Freund Marco gegangen, der ein Konzept für den Aufbau des Podestes entwarf und vorsah, dass wir einen Unterbau aus Rahmenholz erstellen und dieses mit Steinwolle füllen, um keinen Raum für Resonanzen zu bieten. Das ganze wurde dann von oben mit OSB Platten abgedeckt. Vorher haben wir allerdings noch auf den Querverstrebungen Schaumgummiklebeband angebracht um späteres quitschen der Übergänge auszuschließen. Die Umrandung des Podestes wurde dann im nächsten Schritt erstellt in dem wir Kantholz von außen an die Konstruktion anbrachten und massiv verschraubten, um ein späteres Abbrechen zu verhindern, falls sich jemand auf die Umrandung setzt oder ähnliches.
Die Kanthölzer wurden dann wiederum von innen und außen mit OSB Platten abgedeckt, um eine Wand zu erzeugen. Der entstandene Hohlraum zwischen den OSB Platten wurde wieder mit Steinwolle gefüllt. Das ganze wurde dann von oben mittels Holz abgedeckt, um eine saubere Umrandung des Podestes zu erreichen. Die Abdeckung hatte ich Dunkel gebeizt und lackiert, um den Look des Holzes zu erhalten. Im Vorwege bestand die Gefahr, dass sich Raumresonanzen, vor allem der Bass, auf das Podest übertragen und unangenehme Störgeräusche erzeugen. Um dies auszuschließen wurde das gesamte Podest von Wand und Boden entkoppelt. Dies geschah indem wir längere Gummistücke, die aus Waschmaschinendämmmatten geschnitten wurden, unter das Podest und an den Übergang zur Wand nagelten.
Als nächstes Stand die Frontkonstruktion an, die sowohl die spätere 21:9 Leinwand aufnehmen sollte als auch den Raum dahinter abdecken in dem die Frontlautsprecher und der Subwoofer untergebracht werden sollten. Das Konstrukt wurde mittels Kantholzern in etwa 90 cm von der dem Beamer gegenüberliegenden Wand in den Wänden verankert und so konstruiert, das ein Rahmen in der Mitte entstand, der genau den späteren Keilrahmen inkl. Leinwand aufnehmen konnte. Hier stellte es sich als sehr förderlich heraus, dass ich den Beamer schon am Anfang der Bauarbeiten erworben hatte und somit im Raum sehen konnte wie hoch die Leinwand angebracht werden muss, damit später niemand im Lichtweg sitzt. Im nächsten Schritt wurde dann der Bereich um die Leinwand herum mittels Rahmen, die mit Moltonstoff bezogen waren, abgedeckt. Ich habe Molton gewählt da dieser Stoff das Licht bestmöglich schluckt. Dies ist erforderlich, wenn ich auf die 21:9 Leinwand projizieren und die schwarzen Balken des 16:9 Beamers über und unter der Leinwand nicht sichtbar sein sollen. Das Ergebnis ist perfekt geworden. Im unteren Bereich der Konstruktion wurden mit Akustikstoff bezogene Rahmen eingesetzt, weil hier später der Subwoofer seinen Platz finden sollte und ich ihn auf der gesamten Breite frei platzieren können wollte. Außerdem wollte ich mir die Option offen halten später ohne größere Umbauten eventuell auch zwei Subwoofer stellen zu können. Auch diese Planung ist sehr gut aufgegangen. Die mit Stoff bezogenen Rahmen in der Fronkonstruktion sind allesamt mittels Holzdübeln auf die Kantholzer gesteckt, um diese jederzeit wieder entfernen zu können und problemlos hinter die Leinwand zu gelangen.
Da es mir wichtig war sowohl ein optimales 21:9 als auch 16:9 Bild zu erhalten, stand für mich von Anfang an fest, dass bei einer 16:9 Projektion auf jeden Fall der überschüssige 21:9 Leinwandanteil, der links und rechts auf der Leinwand entsteht, maskierbar sein sollte. Dies haben wir mittels Moltonbezogener Tischlerplatten gelöst, die auf Schubladenschienen montiert wurden und dann problemlos vor die Leinwand gefahren werden können. Grundsätzlich habe ich mit meinem Freund Christian, der Elektriker ist, den Vorgang der Maskierung motorisch gelöst. Das System weist allerdings aktuell noch Schwächen auf und muss noch einmal überarbeitet werden, so dass ich die Maskierungsbretter aktuell von Hand bediene.
Dann wurde der Raum schwarz gestrichen. Ziel war es, den Raum durch die Farbe möglichst dunkel zu bekommen, um den Kontrast zu optimieren. Hierfür hatte ich mir aus dem Fachhandel eine spezielle schwarze Farbe besorgt, die absolut matt war und normalerweise in Theatern und Opernhäusern gern eingesetzt wird. Das Ergebnis war perfekt „man sah nichts mehr in dem Raum“.
Im nächsten Schritt hat dann eine Fachfirma den Teppich verlegt. Es folgte die Installation der Seiten und Deckenabsorber.
Und dann … gut ein Jahr nach Bestellung der Sessel wurden diese geliefert. Ein tolles bequemes Sitzgefühl und … es passte alles an die vorgesehenen Stellen. Was für eine Erleichterung.
Danach war es mir möglich die Lautsprecher endgültig mittels Lautsprecherhalterungen von Vogels hinter der noch anzubringenden Leinwand und im hinteren Bereich von B-Tech anzubringen. Für die Sidesurrounds musste ich selbst Lautsprecherhalter bauen, da hier nichts Industriegefertigtes geeignet war.
Es folgte das Anbringen der RGB LED Beleuchtung am Podest und an den Absorbern. Hierfür bestelle ich mir aus optischen Gründen extra Aluminiumschienen, das das ganze aufgeräumt und ordentlich aussehen lassen. Desweiteren wurde in der Frontkonstruktion ein IR Empfänger eingebaut, der eine Marmitek Infraroterweiterung IR Control Pro8 im Technikraum ansteuert und so das Fernbedienen sämtlicher Geräte aus dem Heimkino heraus ermöglicht.
Dann kam der große Moment. Der Keilrahmen sollte mit der schalldurchlässigen Aufprojektionsfolie Gammalux Micro (von der Firma Gerries) bezogen werden. Wenn hier geschlampt wird, ist natürlich das ganze Bild nichts. Auch hier hatte ich mich im Vorwege genau informiert wie so ein Rahmen wohl am besten zu beziehen wäre. Wir haben uns genau an die auf der Seite des Keilrahmenherstellers genannte Vorgehensweise gehalten

www.keilrahmen.de/Bauanleitungen/

Ich habe dies mit der Unterstützung von Christian in äußerst penibler Arbeit und viel Angstschweiß auf der Stirn an einem ruhigen Abend sehr gut hinbekommen. Der aufregendste Moment war dabei, das Drehen des Rahmens auf die Seite, auf die projiziert werden sollte. Sind Falten vorhanden? Nein, alles war perfekt. Gott sei Dank. Den Leinwandrahmen haben wir dann im Anschluss mittels Winkeln in der Frontkonstruktion verankert und direkt im Anschluss einen ersten Blick auf das Bild geworfen. „Es war gigantisch“.

Absorber:
Die Absorber wurden nach genauen Vorgaben meines Akustikers gefertigt und sind eine Mischung aus Breitbandabsorber (Membranabsorber mit Mineralfaser (Seiten) und Plattenschwingern (Decke). Für die Seitenabsorber wurden zunächst 20 cm tiefe Kästen in einer Höhe von jeweils 50 und 55 cm aus MDF gebaut. Diese wurden dann in einem dreischichtigen Aufbau mit zwei Schichten Steinwolle und einem mit PVC bezogenen Rahmen versehen. Der Rahmen wurde dann mittels Silikon Luftdicht zum hinteren Bereich verschlossen. Eine Schicht Steinwolle (Rockwool Termarock 50 in je nach Absorbereffekt unterschiedlicher Dicke) wird in einem durch den Akustiker definiertem Abstand zur Wand mittels Angelsehne fixiert in dem Kasten eingesetzt. Direkt davor kommt der mittels PVC Boden (Schwerfolie) bezogene Rahmen und dann wieder in fest definiertem Abstand mittels Angelsehne eine weitere Schicht Steinwolle. Mittels dieser Methode werden bestimmte Frequenzen gedämpft, um einen möglichst kinogerechten also direktionalen Klang zu erhalten. Hauptziel ist es wohl die Richtung des Tons möglichst gut orten zu können. Ich stecke in diesem Thema aber nicht allzu weit drin und habe es deshalb ja extra einem Profi überlassen :-).
Die Absorber wurden dann an vorher an der Wand angebrachten Kanthölzern verschraubt. Die Übergänge zur Wand mussten ebenfalls mit Silikon abgedichtet wurden um einen luftdichten Raum der hinteren Absorberkammer zu erhalten. Zur Stützung des ganzen und aus Gründen der Haltbarkeit habe ich dann noch Füße angebracht, die das Konstrukt von unten stützen. Zu guter Letzt wurden die Absorber dann von Vorne mit einem Rieselschutz versehen. Hierzu wurde Sie mittels Glasfaservlies abgedichtet und damit alles stimmig aussieht mit Baumwollnessel bezogen. Für den hinteren Bereich habe ich dabei ein Weinrotes Tuch gewählt, um einen leichten farblichen Kontrast zu setzen und die Rückwand leicht aufzuhellen.
Im Ergebnis ließ sich festhalten, dass der extrem nervige Nachhall, den natürlich gerade ein Betonkeller liefert, vollständig verschwunden war. Bei jedem Klatschen in die Hände lag einem vorher ein extrem fieser metallischer Klang in den Ohren, der schon fast weh tat. Auch dieser war gänzlich verschwunden.
Die Deckenabsorber haben im äußeren Bereich der Decke einen zweischichtigen Aufbau und bestehen aus einer Schicht Rockwool RAF (30 oder 60 mm Dicke) und einer davor angebrachten Spanplatte oder Holzfaserplatte. Im Innenbereich der Decke wurde der Aufbau noch durch eine davorgesetzte Akustikplatte (Sonorock Sonar Luna), ebenfalls von der Firma Rockwool, versehen. Die Kästen haben lediglich eine Tiefe von 9cm und nehmen damit dem Raum kaum Höhe.
Eigentlich war ich nach der Installation der Seitenabsorber schon sehr vom Klang angetan und wollte zuerst sogar auf die Deckenkonstruktion verzichten. Nachdem ich aber schon den Großteil des Materials gekauft hatte und das ganze ja perfekt haben wollte, habe ich dann doch noch die Deckenkonstruktion angebracht. Das ganze wurde mittels fünf Freunden an der Decke angebracht (Kanthölzer die an den Absorbern angebracht waren wurden mittels 8 Dübeln an der Decke verschraubt, insgesamt wurde das Konstrukt mit 96 Dübeln und Schrauben in der Decke verankert) und wurde für die Mühe mit einem nochmals deutlich verbesserten Klang verwöhnt. Die Deckenabsorber wurden nach unten durch Rahmen abgedeckt, die mit schwarzem Baumwollnessel bezogen wurden um eine harmonische und komplett unauffällige Fläche zu erzeugen.
So waren jetzt die Lautsprecher alle nochmals deutlich besser ortbar. Vor allem die seitlichen Dipole haben sehr deutlich von dieser Maßnahme profitiert. Die Bassabsorber in den Ecken haben die Maße 50 x 60 cm und sind im Deckenbereich noch ein Stück weiter herausgezogen, um die Wirkung zu verstärken. Hier wurde einfach Termarock 50 Deckenhoch aufgestapelt, mit Teichfolie umspannt, damit die Höhen nicht beschnitten werden und dann das ganze Konstrukt mit Rahmen abgedeckt, die mit schwarzem Nesselstoff bezogen wurden.
Durch die gesamte Konstruktion habe ich in dem Raum einen extrem gut ortbaren Klang und einen knochentrockenen Bass. Da dröhnt nichts und man fühlt sich immer mitten im Geschehen. Hin- und wieder macht man sich ob der brachialen Kraft nur sorgen um das Haus :-).

Sitze:
Für mich war es extrem wichtig Sitzgelegenheiten in meinem Heimkino zu haben, die es ermöglichen auch mal zwei Filme am Stück zu schauem ohne dabei Rückenschmerzen zu bekommen. Mit diesem Ziel habe ich mich in diversen Internetforen auf die Suche gemacht und bin im Heimkinobauforum von beisammen.de dann auf die Firma Milanetti gestoßen. Da es in diesem Forum diverse Besitzer ähnlicher Sessel gab, die sehr zufrieden waren und die Sessel anscheinend ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis boten, habe ich sie mir einmal näher angesehen.
Nachdem ich die Sessel direkt bei der Firma ms-company (besteht lt. Internet nicht mehr) probegesessen hatte, habe ich sie bestellt. Es handelt sich um mit Lederpolstern versehene Reclinersessel, die elektrisch eine Fußlehne ausfahren und die Rücklehne verstellen. Sie haben den Vorteil, dass sie gut den Schall an die Ohren lassen, auch von hinten, aber dennoch die Möglichkeit bieten den Kopf anzulehnen und es dennoch ermöglichen den Film ohne weitere Verrenkungen genießen zu können. Des Weiteren wurden hier direkt vom Hersteller zwischen den Sitzen Ablagen integriert, die Stauraum bieten und die Möglichkeit zwischen den Sitzen Getränke abzustellen.

Musikeinheit:
Da Musik hören in meinem Leben schon immer eine sehr bedeutende Rolle gespielt hat, habe ich mir während des Studiums die JBL TI 5000 gekauft. Lautsprecher von einer Qualität wie ich sie nie zuvor gehört hatte. Seit dem schwöre ich auf diese Lautsprecher und habe noch nirgends Lautsprecher gehört, die besser klingen. Aus diesem Grund habe ich nie einen Anlass gesehen diese hervorragenden Lautsprecher auszutauschen.
Der Vorstellung folgend in meinem Heimkino auch gepflegt Musik hören zu wollen, zog meine Musikanlage also geschlossen in das Heimkino ein und bildet einen komplett separaten Kreis. Einzig der Oppo ist zusätzlich an den Stereoverstärker angeschlossen, um hin und wieder SACDs über die Stereoanlage zu hören. Das Revoxtonbandgerät ist für mich absoluter Kult. Dieses hat mein Vater anfang der 80er erworben und mir vor gut 10 Jahren überlassen.
Die Maschine wurde zu diesem Zeitpunkt von einem ausgesprochenen Fachmann überholt und in einen phantastischen Betriebszustand versetzt. So dass ich in der Folge ein paar Bänder aufgenommen habe, die ich immer wieder gern höre. Mehr Hi-Fi Kult geht für mich kaum.
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