IMAGE HE - WideScreen Cinema

IMAGE HE - WideScreen Cinema

von Herr F.

Budget: Extravagant

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Ausstattung

Produktgruppe
Marke / Modell
DLP-Projektoren (4:3) Davis Cinema 10 (DLP, 1.024 x 768 Pixel)
Rahmenleinwände (16:9) Deluxx Rahmenleinwand, 360 x 202 cm, (16:9)
DVD-Player ROTEL RDV-1080 (codefree)
LD-Player SONY MDP 850D
AV- Vorverstärker /-Decoder TAG McLaren AV 32 EX plus
5-Kanalendstufen TAG McLaren 100x5 R
Sat-Receiver GRUNDIG Sinio DTR 6110 S
Front-/Standlautsprecher Bowers & Wilkins Nautilus 804, 2x
Center-Lautsprecher Bowers & Wilkins Nautilus HTM2
Surroundlautsprecher Bowers & Wilkins Nautilus 804, 2x
Subwoofer Bowers & Wilkins ASW 4000
HF-Kabel QED SVS Qnex
NF-Kabel STRAIGHT WIRE
Lautsprecherkabel Bowers & Wilkins CDC 8 T2
AV-Möbel SPECTRAL Audio Möbel R 05 XL
Universalfernbedienungen ROTEL RR990
Lichtsteuerungen Merten Lichtsteuerung
Kinostühle 6 original Kino-Klappstühle (aus ehem. Kino)
Heimkino-Ausstattung Mediacraft Multiroom-Steuerung
Filmmaterial "Herr der Ringe - Die zwei Türme", Copyright by Warner/New Line Cinema
© Alle gezeigten/abgebildeten Produkte, Marken, Logos und Bezeichnungen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
Schlausparvertrag - Das Heimkino des Herrn F.
(© by Cai Brockmann (Text) und Rolf Winter (Fotos) – IMAGE Home Entertainment)


München ist ein teures Pflaster. Bei den Kosten für Miete, Grundstück oder Immobilie zum Beispiel steht die Millionenstadt an der bundesdeutschen Spitze. Aber auch der üppige Speckgürtel um die bayrische Landeshauptstadt herum ist nicht ohne. Selbst wer sich in der weiteren Umgebung nach einem Zuhause umschaut, wird tief in die Tasche greifen müssen, um dort „was Gscheites“ zu erstehen, eine Finanzierung tut meist richtig weh.
Manchmal aber kommt sie ganz unverhofft – die günstige Gelegenheit zur eigenen Immobilie nämlich. Sogar in und um München. Und Herr F., unser heutiger Gastgeber, hat seine Chance glücklicherweise ganz in unserem heimkinophilen Sinne genutzt.
Seine Chance ergibt sich vor ein paar Jahren. Dank eines „Erbschafts-Vorschusses“ der Eltern kommt Herr F., geboren und aufgewachsen in der ländlich-bäuerlichen Nähe Münchens, unverhofft in den Besitz eines anständigen Grundstücks gleich um die Ecke. Außerdem offerieren die Eltern noch einen erklecklichen Privatkredit, der es Herrn F. erlaubt, ganz konkret und ohne allzu ruinöse Bankverbindlichkeiten über ein eigenes Haus nachzudenken.
Der bodenständige Mittdreißiger weiß zu dieser Zeit schon ziemlich genau, wie sein zukünftiges Zuhause aussehen soll: eher großzügig als eng, eher hell als dunkel, mit einem speziellen Trakt im Keller.
Denn dank einer weiteren Fügung – diesmal durch einen kompetenten Fachhändler – ist das Herz des angehenden Häuslebauers kurz zuvor für Home Cinema entflammt. Über die Demo-Anlage des Fachhändlers lief eine Szene des Virus-Thrillers Outbreak in bemerkenswerter Topqualität. Und das begeisterte den regelmäßigen Kinogänger mehr als alles, was er bisher zwischen Kassenhäuschen und Abspann zu sehen – und zu hören – bekommen hatte.
Völlig klar also, dass ein Heimkino höchste Priorität für das neue Haus besitzt. Zumal sich die Installation doch relativ simpel mit den zahlreichen anderen Ideen des Bauherrn verknüpfen lassen müsste ...
Dazu sollte man wissen, dass Herr F. seit frühester Jugend ein begeisterter Technik-Freak ist. Ein „Nerd“, der sich nur allzu gern und intensiv mit den Möglichkeiten der modernen Technik beschäftigt. Und sie mit einigem Vergnügen und Geschick auch trefflich zu nutzen weiß.
Allerdings sind die Spuren seiner technoiden Leidenschaft – „Alles muss auf Knopfdruck funktionieren“ – nicht mehr ganz so offensichtlich wie früher.
Quoll sein kleines Zimmer im elterlichen Haus vor Computer-Equipment und Unterhaltungselektronik nur so über, so ist das fertige Eigenheim komplett, aber optisch unaufdringlich vernetzt. Vom jugendlich-unbekümmerten zum professionell-eleganten Auftritt. Früher waren drei riesige Monitore auf dem Schreibtisch und bergeweise Elektronik mühelos in der Lage, Lampen und Heizung zu ersetzen. Heute ist ein ganzes Gebäude von ausgetüfteltem Hightech durchdrungen. Und Herr F. hat alles „im Griff“.
Im wahrsten Sinne des Wortes: Schon die massive Eingangstür des Hauses wird nicht mit einem stinknormalen, sondern mit einem elektronischen Schlüssel geöffnet, der dazu ein hackersicheres 128-Bit-Signal an den Zentralrechner sendet. Das ausgefuchste Sesam-öffne-dich-Spielchen funktioniert dabei ebenso unauffällig wie die kleinen, im ganzen Haus verteilten Steuerfelder für Sound, Licht und überhaupt alles zukünftig Vorstellbare.
Herr F. hat jedenfalls großzügig vorausgedacht und etliche Leitungen und Leerrohre mehr verlegt als bisher benötigt.
Schließlich weiß er nur allzu gut, wie rasant sich Elektronik fortentwickeln kann: Neben und nach einer seriösen Ausbildung bei einer großen Sozialversicherung jobbt der bekennende Spiele-Freak in einem süddeutschen Spezialladen für Videogames und wird immer noch gern und häufig von der Szene konsultiert.
Derzeit jedoch ist der zurückhaltend wirkende, aber erstaunlich umtriebige Herr F. dabei, sein Studium der Wirtschaftwissenschaften mit einem anständigen Diplom abzuschließen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das BWL-Studium direkt dazu geführt hat, aber die Finanzierung seiner nicht ganz unbedeutenden Heimkino-Ausstattung hat Herr F. recht trickreich erledigt. Die dafür veranschlagte Summe wurde nämlich einfach im laufenden Bankkredit fürs Haus „versteckt“. Für Herrn F. gehört das Kellerkino quasi fix zum Ausbau dazu, basta. (Eine neue Wohnzimmer-Einrichtung offensichtlich nicht – der Autor bringt höchstes Verständnis für diese sympathische Kompromissbereitschaft auf ...)
Dass Haus und Heimkino grundsätzlich geschmeidig „funktionieren“, hat übrigens nicht unmittelbar mit den beauftragten Architekten und Handwerker zu tun. Vielmehr zeigte sich in allen Stadien der Realisierung, dass Herr F. in puncto elektrifizierter Haustechnik – Heimkino natürlich eingeschlossen – den vermeintlichen Profis um Längen voraus war und gelegentlich Nachhilfeunterricht erteilen musste.
Dabei hat sich der zunächst ungläubig abwinkende Architekt als lernfähiger Mitstreiter entpuppt, und ein hilfsbereiter Nachbar gilt mittlerweile als echter Heimkinofreund mit gern genutzter Dauerfreikarte.
Bis zur Kellerpremiere galt es allerdings auch ein paar handfeste Schwierigkeiten zu meistern.
Das dickste Ding ergibt sich dabei schon kurz nach Baubeginn. Ein paar untermotivierte Arbeiter interpretieren den Bauplan fürs Kellergeschoss recht verwegen, nach eigenem gusto und setzen eine am äußersten Rand vorgesehene Stütze mitten in den designierten Kinosaal. Das Entfernen der äüßerst massiven und leider erst im verfestigten Zustand entdeckten Stahlbetonsäule soll eine ganze Woche gedauert haben. Vielleicht sind die fehlgeleiteten Statikexperten ja auch nur durch den etwas extrem geschnittenen Nebenraum irritiert worden? Der ist nämlich gute fünf Meter lang, aber nur etwas mehr als einen Meter breit. Außerdem ist da noch ein merkwürdig schräg eingesetztes Fenster – nach innen ...
Alles Absicht, liebe Beton-Fundis. Alles bestens!
Herr F. wollte nämlich von Anfang an einen Extraraum für den Projektor, allein schon, um dessen Lüftergeräusch gar nicht erst in den Saal hinein zu lassen. Außerdem realisiert er durch den großen Abstand zur Leinwand (sieben Meter) mühelos eine riesige 16:9-Bilddiagonale (über vier Meter) – und das ist schon „im Stand“ ein wahrlich beeindruckendes Format.
Der schmale Projektorraum enthält übrigens noch zwei weitere Basis-Utensilien für zünftigen Kinogenuss: zum einen die DVD-Sammlung, zum anderen den Zweitkühlschrank. Letzterer muss herhalten, um bei ansteigender Saaltemperatur die (noch) nicht vorhandene Klimaanlage zu ersetzen.
Die gute Hundertschaft DVDs findet auf den Regalen noch genug Platz. Aber es wird wöchentlich enger – eine Folge recht zielstrebiger Konsequenz. Herr F. füttert beispielsweise seine vier Spielekonsolen, die sich oben im Wohnzimmer tummeln, ausschließlich mit schärferer US-Software und schließt die Maschinen mangels angemessener Videoauflösung meist nur an das große TV-Gerät an.
Seine DVD-Sammlung hingegen pflegt Herr F. zwar ebenso konsequent, allerdings zu 100 Prozent mit Scheiben, die nicht aus Amerika stammen. Regional-Code-2-Produktionen sind angesagt – obwohl der Rotel-Player natürlich codefree werkelt, man weiß ja nie. Für schwindlige Raubkopien oder dubiose Quellen bringt der qualitätsbewusste Hausherr allerdings keinerlei Verständnis auf. Er kauft prinzipiell nur Original-DVDs, jährlich etwa 50 Stück, und ersteigert einen Großteil davon übers Internet.
Auch bevorzugt Herr F. grundsätzlich Special Editions, die unübersehbare Herr-der-Ringe-Verehrung wird demnächst mit einer weiteren SE-DVD-Box untermauert. Allein die unterschiedlichen, sich ergänzenden Bonus-Programme seien für ihn Grund genug zum Zuschlagen. Aber: Etliche der präsenten LOTR-Devotionalien hätten sich quasi von selbst eingefunden, etwa als Dreingabe bei DVD-Paketangeboten.
Überhaupt sind ihm die Filme letzlich viel wichtiger als das Drumherum, gar keine Frage. Im Regelfall haben es ihm gut gemachte, zeitgemäße Action- und Monumental-Werke angetan, aber es darf auch gern eine ordentliche Portion Grusel, Thrill und Suspense mit dabei sein.
Der absolute Lieblingsstreifen von Herrn F. ist übrigens – nein, falsch, nicht Herr der Ringe, sondern The Rock. Weil nämlich nirgendwo sonst Story und Score derart perfekt zusammenpassen, so der enttarnte Musikgenießer. Für ihn ist es ausgesprochen wichtig, welche Wirkung ein Film, vor allem aber die Filmmusik im Nachhinein auf ihn habe. Und das beste Gefühl erzielen halt seine favorisierten Komponisten Hans Zimmer und Harry Gregson-Williams.
Die musikalische Affinität des Gastgebers überrascht mich ein wenig, obwohl ich doch erst kurz zuvor beim Hausrundgang nicht nur eine zweite komplette Surroundanlage im Wohnzimmer, sondern auch drei weitere integrierte Stereosysteme – allesamt klanglich potent – entdeckt habe. Sei’s drum, die Firma B&W dürfte jedenfalls seine helle Freude an diesem jungen Mann gehabt haben.
Und damit zurück in den Kinosaal. Denn auch hier sorgen sechs ausgewachsene B&W-Schallwandler für die akustische Innenausstattung. Vier Nautilus 804 plus Center HTM-2 sowie der mächtige 4000er-Subwoofer bilden in noblem Kirschholzfurnier einen reizvollen optischen Kontrast zum ansonsten vorherrschenden Dunkelblau.
Die Decke ist zwar freundlich weiß gestrichen, das gilt in Kinokreisen aber als Schönheitsfehler und wird demnächst korrigiert werden. Wie auch bei der AV-Elektronik langfristig noch ein bisschen Veränderung geplant ist. Zum Prozessor von TAG McLaren Audio passt nun mal ein markentreuer, zudem vernetzbarer Player am besten. Und wie war das genau mit video enhancement, line doubling, video resizing?
Schöne Zukunftsmusik.
Was auf jeden Fall seinen Platz im Heimkino dauerhaft verteidigen wird, ist alles Blaue. Feine Stoffbahnen sind ringsherum auf Holzleisten befestigt, die dazu benötigten Klammern wurden vor dem Tackern schwarz eingefärbt und sind selbst bei Licht unsichtbar. Um so stärker unterstreichen demonstrativ herausgestellte vertikale Stoßborten die respektable Größe des 35-Quadratmeter-Kinos. Unter dem Stoff sind übrigens Trittschalldämmplatten montiert.
Und natürlich hat Herr F. auch schon Vorbereitungen für einen zukünftigen 7.1-Sound getroffen. An den entsprechenden Stellen unterm Stoff warten bereits verlegte Kabel auf Anschluss.
Passende Lautsprecher würde Herr F. übrigens niemals blind bestellen, sondern in aller Ruhe testen, wie all seine bisherigen Komponenten auch.
Und selbst wenn diese Lautsprecher relativ groß ausfielen – es wird immer genug Platz vorhanden sein fürs Sitzen, Schauen, Herumfläzen. Nicht nur auf den sechs Kinosesseln plus Lieblingssofa, sondern auch auf dem dicken Teppichboden. Herr F. preist ihn als herrlich griffig, antistatisch, hoch belastbar, gar als „Liebe auf den ersten Blick“ – ich verstehe sofort, was gemeint ist. Denn just in diesem Moment lümmelt der Autor auf dem intensivblauen Fußschmeichlertextil herum. Ganz am Rand natürlich – man will ja dem Fotografen nicht im Wege liegen ...
Und später, als es dunkel wird im Kino, genieße ich das gigantische, überraschend scharfe Bild und den tollen Sound aus einem Kinossel heraus. Gratulation, Herr F., zur genutzten Chance! Schlausparer müsste man sein ...

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