Heimkinos

Reportage

Aufmacher

SALINO KINO

Freibier am Ticketschalter

von Cai Brockmann (heimkinomarkt.de)


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Besucher werden feststellen, dass der Schritt in die gewünschte Richtung – dank großzügigem Finanzrahmen und einer Menge Wagemut – geradezu gigantisch ausgefallen ist. Manch einer wird sogar diese Feststellung noch als grobe Untertreibung betrachten. Fakt ist: Hier erstrahlt nichts weniger als ein klassischer Kinosaal im feinsten Lichterglanz, komponiert aus all den Leuchten und Lampen, LEDs und Lämpchen, bestückt mit feinstem Equipment. Und der Saal ist so großzügig ausgefallen, dass 15 ausgewachsene Kinosessel – verteilt auf drei Reihen in drei Ebenen – bequem Platz finden.

Darüber hinaus gibt’s noch ein paar legere Stehplätze hinter der letzten Sitzreihe, wo sitzmüde Besucher sich die Beine vertreten können. Die Stehplätze waren übrigens bei der extra angesetzten Premierenvorstellung für alle beteiligten Handwerker („Sagen Sie mal, Herr S., was genau wird das hier eigentlich?“) gut frequentiert, wohl auch nicht zuletzt, weil durstige Seelen auf einem gemauerten Tresen ihr frisch gezapftes Bierchen zwischenparken können. Und bis zu den Aschenbechern im Foyer ist’s ja auch nicht so weit. Denn das einzig Strenge im Hause S. ist das Rauchverbot im Kinosaal.

It’s only Rock ’n’ Roll …

Ein schwerer dunkler Vorhang verhüllt die anständig dimensionierte Leinwand, direkt davor ragt eine kleine Bühne samt Treppchen keck in den Saal, die ganz nebenbei auch den Centerlautsprecher verbirgt. Die Bühne ist groß und stabil genug, um gewisse Freizeitaktivitäten des 16-jährigen Juniors auszuhalten: Der freundliche Rasta-Grunge-Rocker darf in den vorführfreien Zeiten auf die Bühne, um dort die Felle seines Schlagzeugs zu bearbeiten und mit seinen Band-Kumpels schon mal den Live-Ernstfall zu proben.

Pegelprobleme gibt es in diesem Umfeld erwartungsgemäß nicht, das dicke Erdreich drumherum verwandelt streunende Schallwellen in ein unhörbares Nichts. Gleichwohl wird der Sohnemann zum privilegierten Proben wohl nicht allzu viel Gelegenheit haben, denn die komplette Familie S. ist schwerstens kinoinfiziert und nutzt das private Lichtspielhaus, so oft es eben geht.

Es spricht allerdings für den Haushaltsvorstand, seit frühester Jugend ein gestählter Kinoenthusiast, dass er immer noch ein marathonverdächtiges Durchhaltevermögen besitzt. An einem einzigen Wochenende schickt der Mittvierziger auch schon mal ein halbes Dutzend DVDs über die Leinwand, am liebsten im persönlichen Referenzsessel sitzend. Dabei bevorzugt Herr S. actionreiches Popcorn-Kino und sieht Bruce Willis ebenso gern wie Nullnullsieben oder Kiefer „24“ Sutherland – solange nur irgendwann das Happy End kommt.

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