Heimkinos

Reportage

Aufmacher

The Hidden Cinema

Metalmania - gemütlich!

von Cai Brockmann (IMAGE Home Entertainment)


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Illuminiert die mehrzonige Lichtinstallation das Ambiente, rücken rundherum zahlreiche Figuren, etwa das Skelett Jack aus Nightmare Before Christmas, und glänzende Devotionalien in den Vordergrund. Die eingesetzten Leuchtmittel sind übrigens völlig unterschiedlicher Natur. Acht winzige, ins kupferne Holz eingelassene Lichtquadrate bestehen aus jeweils vier weißen LEDs und beleuchten dezent den Fußboden ringsherum. An der Decke funkelt dazu ein kleiner, zehnflammiger Sternenhimmel, acht starke Strahler sorgen bei Bedarf für punktgenaue Erhellung, während zwei weitere Strahler hinter dem Sofa die Rückwand effektvoll zur Geltung bringen.

Überhaupt die Wände: Während im Erdgeschoss weiße Wände, Glas und Stahl dominieren, sind die Wände des Kinos – wenn nicht mit Metallplatten beplankt – mit rotem Klinkerstein verkleidet. Doch auch in diesem Punkt unterliegt selbst das geübte Auge einer optischen Täuschung. Die vermeintlichen Außenklinker sind verblüffend echt wirkende, flexible Gummiplatten, die sich ganz hervorragend auch um Ecken biegen lassen. Und die Fugen bestehen aus dem Kleber, der einfach vor dem Aushärten glattgestrichen wird. Erneut lässt Hollywood augenzwinkernd grüßen. Mir gefallen übrigens auch die originellen Vorhänge vorm Fenster: Es handelt sich nämlich um aufgeschnittene Kartoffelsäcke, die der rustikalen Szenenerie einen zusätzlichen Kick verpassen.

Jetzt muss ich doch auch noch nach diesem hüfthohen, abgeschrägten Teil fragen, das eingangsseitig so einladend (und kabellos) eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zieht. Was ist das eigentlich genau und wie heißt es? Herr G. grinst und nennt das Ding schlicht „Das Ding“. Und es ist eine Art simplifizierter Kommandostand. Über das kleine Display, aus einer Spielekonsole verpflanzt, lässt sich der DVD-Player auch dann steuern, wenn die Leinwand und der Projektor nicht in Betrieb sind, zum Beispiel bei DVD-Audio-Scheiben, die ja kaum Bildinformationen bieten. Ansonsten dienen zwei blaue Lämpchen einer zusätzlichen Funktionskontrolle des Displays, und auf der Front des abgeschrägten Türmchens ist klar erkennbar die Futronix-Lichtsteuerung eingebaut. Alle Kabel verlaufen unter dem Estrich.

Etwas weniger spektakulär fällt die technische Ausstattung des Heimkinos aus. Der kompakte Projektor Plus Piano Avanti bekommt progressive Signale vom NAD-Player zugespielt, und ein ordentlicher AV-Receiver aus dem Hause Denon sorgt für anständigen Sound über sechs Hauptlautsprecher. Einzig der hinter dem Sofa angebrachte Rearcenter kommt von Canton, doch er harmoniert problemlos mit dem Teufel-Fünferpack, der ansonsten ringsum für den Klang zuständig ist.

Für den Extra-Kick aber sorgt das quasi zweistufige Bass-Setup. Es besteht einerseits aus dem bewährten großen Do-It-Yourself-Subwoofer, kann aber bei Bedarf von einer zuschaltbaren „Basspump“ ergänzt werden; sie schickt supertiefe Frequenzen unterhalb von 45 Hertz per mechanischer Ankoppelung direkt ins Sofagestell. Shake it, baby, shake it! Und mit dieser Basspump steigt die ohnehin effiziente und souveräne Performance – der „persönliche Technikberater“ Sven R. weiß offensichtlich, was er tut – endgültig ins dramatische Fach auf. Wer hätte gedacht, dass Heavy Metal derart gemütlich und dramatisch zugleich sein kann?
Nur Joschka scheint’s egal zu sein.

Cai Brockmann

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