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MOVIEDREAM

Filmpalast nach Maß

von Cai Brockmann (IMAGE Home Entertainment)


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Selbst bei “ausverkauftem” Haus genügt es meist, das Saalsystem flüsterleise laufen zu lassen. Nur im letzten Hochsommer, als mehr als ein Dutzend Gleichgesinnter zu Grillparty und anschließender DVD-Premiere in den Hintertaunus einfielen, musste Herr S. die Lüfterleistung nennenswert erhöhen. Aber das war natürlich ein Klacks gegen das Klappstuhl-Sixpack, das nötig war, um alle Gäste im “Movie Dream” unterzubringen. Wie man hört, war es trotzdem ein äußerst gelungener Abend.

Fährt erst einmal das Licht per Futronix-Steuerung automatisch runter und der motorisch betriebene Leinwandvorhang sanft zur Seite, hat sowieso niemand mehr etwas zu meckern. Die langstreckentaugliche, mitunter ins Weiche tendierende Bildeinstellung ist allerdings kein Thema für ernsthafte Kritik, dann schon eher das leichte Streulicht der Acrylglasscheibe vor dem Projektor. Deren Austausch gegen besseres Echtglas ist aber ohnehin beschlossen und in Sekundenschnelle erledigt.

Keinerlei Streulicht ist übrigens, obwohl allesamt im goldenen Outfit glänzend, von den AV-Komponenten zu befürchten. Die helle Farbe fällt deswegen nicht ins Auge, weil die gesamte Kommando-Elektronik um den Denon AVC-1SE hinter der Eingangstür im Eck wohnt; selbstredend in einem – wie sollte es auch anders sein – selbst entworfenen Rack aus Edelstahl und Glas. Das massive Designerteil sieht auch in voll bestücktem Zustand klasse aus, die fixe Wandmontage des guten Stücks birgt in der Praxis allerdings auch eine Tücke.

Die Komplettreinigung des Turms – oder gar die Integration einer neuen AV-Komponente – verschlingt mitunter einen ganzen Tag für Demontage und Wiederanschluss. Aber was zählt schon ein Tag, wenn sich die komplette Einrichtung des Kinos über Monate hingezogen hat. Außerdem zeigt sich bei anderen Gelegenheiten umso deutlicher, wie gut das “Movie Dream”, diese bewundernswerte Mischung aus echter Hobby-Hingabe, Heimwerkerfieber und Hardware, im Alltag funktioniert.

Herr S. hat zwar seit der Fertigstellung des Kinos “Never change a working system” zu seinem Lieblingsmotto erklärt. Falls aber doch ein wenig Service nötig ist, reichen meist Schraubendreher und ein paar Minuten Zeit, um die wichtigen Stellen zu erreichen. Schließlich ist das Grundgerüst dieses Kino-Ausbaus relativ simpel. Es basiert auf stabilen Holzleisten und passgenau zugeschnittenen Holzfaserplatten, wie man sie von einfachen Schrankrückwänden kennt.

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