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Grüne Welle

von Stefan Schickedanz (video,8/16), Bilder: heimkinomarkt.de


Dieses Heimkino wechselte mehrfach die Farbe. Heute erstrahlt es im Glanz grüner LED-Beleuchtung, die dem ansonsten schwarzen Raum das gewisse Etwas verleiht. Niemand käme auf die Idee: alles Eigenbau und in der Garage untergebracht.

Wenn man sich dieses äußert stylische Kino mit seiner ungewöhnlichen grünen Beleuchtung anschaut, meint man: Da hat sich jemand von einem Profi-Ausstatter sein Traumkino auf Bestellung bauen lassen. Doch weit gefehlt. Das „Garino“ entstand in Eigenregie in vielen kleineren Etappen. So ist die Geschichte hinter dem rund 20 Quadratmeter großen Kleinod mindestens so spannend wie das Kino selbst.

In seiner neuesten Variante präsentiert sich das "Garino" in schlichtem Schwarz. Grüne LED-Beleuchtung sorgt für den nötigen Kontrast und verleiht dem Garagenkino eine individuelle, frische Optik. Seine blaue und seine rote Phase hat es hinter sich.

In seiner neuesten Variante präsentiert sich das "Garino" in schlichtem Schwarz. Grüne LED-Beleuchtung sorgt für den nötigen Kontrast und verleiht dem Garagenkino eine individuelle, frische Optik. Seine blaue und seine rote Phase hat es hinter sich.

Aller Anfang ist schwer
Wenn der Besitzer einem die bescheidenen Anfänge schildert, lässt sich das pralle Ergebnis nicht einmal im Ansatz erahnen. „Das Thema Heimkino fing bei mir kurz vor dem Bau des Hauses an. Auf einmal interessierte mein Onkel sich für einen Beamer und schnell war die Idee geboren, dass ich mir auch einen hole. So versuchten wir, zwei Beamer zu kaufen, um etwas zu handeln.“

In der zweiten Reihe finden sich nur Notsitze, die aber immerhin auch mit schwarzem Leder bezogen sind.

In der zweiten Reihe finden sich nur Notsitze, die aber immerhin auch mit schwarzem Leder bezogen sind.

Anfang der 00er-Jahre kostete der Beamer der Wahl noch 2500 Euro pro Stück. Nicht gerade wenig für ein Gerät knapp oberhalb der Einsteigerklasse. Als das Haus fertig war, hing der Projektor im Wohnzimmer der dreiköpfigen Familie. Der Besitzer erinnert sich: „Meine Kumpels haben mich damals so beneidet und waren restlos begeistert. Nur meine Frau nicht.“

In der ersten Sitzreihe gibt es einen Love Seat und Cup-Holder.

In der ersten Sitzreihe gibt es einen Love Seat und Cup-Holder.

Die Probleme führten zu unangenehmen Fragen: „Warum musst du es denn immer dunkel machen im Wohnzimmer?“ oder „Mach bitte mal etwas leiser“, musste sich der Kino-Fan stets anhören. Entsprechend selten wurde der Beamer genutzt. Als man ihn nach acht Jahren verkaufte, hatte er nur rund 700 Betriebsstunden absolviert.

Als seine besten Freunde sich in ihren Kellern Heimkinos bauten, kam der gelernte Schreiner ins Grübeln. Im Keller war kein Platz, was tun?

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