Wissen
Glossar
A

AACS

Bei dem AACS (Advanced Access Content System) handelt es sich um ein digitales Rechtemanagement, das bei den DVD-Nachfolgern Blu-ray-Disk und HD-DVD. Nach Druck der Hollywood Studios, sowie von Intel, Microsoft, Panasonic, Sony, Toshiba, Walt Disney und Warner musste dieser Schutz implementiert werden. AACS bindet die jeweiligen Videoinhalte fest an eine bestimmte Blu-ray-Disk oder HD-DVD. Damit entscheidet der Medienhersteller wer und vor allem wie Kopien des HD-Mediums angefertigt werden dürfen und nicht mehr der Anwender.

Absorber

Ein Absorber (lateinisch absorbere „aufnehmen“, „aufsaugen“) nimmt eine bestimmte Energie auf und wandelt diese in eine andere um. Im Heimkinobereich nutzt man Absorber in der Akustik, beispielsweise in Form offenporiger, termoplastischer Kunststoffschäume die Schallwellen aufnehmen und in wärme Wandeln. So lässt sich unerwünscht langer Nachhall reduzieren und in Grenzen auch Dröhnen beseitigen.

AC-3

AC-3 ist die Technik hinter der Decoder-Familie „Dolby Digital“. AC-3 steht für "Audio-Coding 3", ein datenreduzierendes Digital-Audio-Format mit bis zu 6 Kanälen, (vordere Lautsprecher: links, mitte, rechts; hintere Lautsprecher: links, rechts; und ein für Bass-Effekte – „Low Frequency Effects“, kurz LFE). Alle 5 Kanäle plus Subwoofer (mit .1 aus 5.1 bezeichnet) liegen bei der Aufnahme der Signale bereits eigenständig (diskret) von einander getrennt gespeichert vor, d.h. alle 5 Kanäle sind absolut gleichwertig. Alle Kanäle besitzen den vollen Frequenzgang von 20Hz-20.000Hz. Der LFE-Kanal für Basseffekte beinhaltet nur Frequenzen bis 120Hz.

AM – Amplitudenmodulation

Bei der Amplitudenmodulation, kurz AM genannt, überträgt man Signale einer niedrigen Frequenz, indem man diese auf eine viel höhere Frequenz aufmoduliert, also die den Pegel der hohen Frequenz analog zur niedrigen Frequenz verändert. Nach diesem Prinzip arbeitet beispielsweise der Mittelwellen-Rundfunk.

Anamorph

Das anamorphotische Prinzip beschreibt eine gezielte Verzerrung und anschliessend spiegelbildliche Entzerrung von Filmbildern um auf herkömmlichen Film Breitwandformate nutzen aufzuzeichnen. Ähnliches nutzt man bei DVD und Digitalfernsehen um 16:9-Bilder zu verarbeiten. Standard-Film besitzt typischer Weise ein Bildseitenverhältnis von 1,85:1. Möchte der Produzent Breitwandformate nutzen, setzt man eine Zylinderlinse, den Anamorphoten, vor die Kamera. Das typische CinemaScope-Format besitzt ein Format von etwa 2,35:1, der Anamorphot drückt das Bild in der Kamera um den entsprechenden Faktor zusammen, die das Bild dann auf herkömmlichen 1,85:1-Film gestaucht belichtet. Nun lässt sich der Breitwandfilm herkömmlich bearbeiten und Duplizieren. Der Projektor wirft dann den Film im Kino durch einen baugleichen Anamorphoten, der das Bild wieder auf das ursprüngliche Breitwandformat entzerrt. Auf die gleiche Weise entsteht für Standard-Definition-Video, PAL und NTSC, das 16:9-Bild. Alle SD-Geräte arbeiten im 4:3-Format. Für 16:9 staucht man das Bild für die Aufzeichnung auf 4:3 und erst der Fernseher oder Projektor entzerrt es wieder auf 16:9-Breite. Erst hochauflösende Videoformate arbeiten direkt und ausschließlich im 16:9-Format.

Anmerkung:
Während im 35mm-Kino lediglich das Cinemascopebild um der Faktor 2 seitlich entzerrt wird um auf das Format 2,35:1 zu kommen, werden anamorphotische DVD-Bilder nur um den Faktor 1,33 seitlich entzerrt um auf das 1,78:1(16:9)-Format (für 16:9-TVs und 16:9-Projektoren) zu kommen.

Rechenbeispiel:

Kinoformat 1,175:1 * Faktor 2 = 2,35:1 (=Cinemascope-Format)

Fernsehformat 1,33:1(=Format 4:3) * Faktor 1,33 = 1,78:1 (=Format 16:9)

Im Europäischen Fernsehen waren anamorphe 16:9-Bilder bereits bei der gescheiterten D2-Mac-Sendenorm vorgesehen und wurden in abgewandelter Form mit PAL-Plus 1995 eingeführt. Der große Durchbruch für die anamorphen-(16:9-)Bilder kam erst mit der DVD. Aber auch via Satellit können anamorphe Kinobilder im DVB-Standard (Digital-Video-Broadcast) ausgestrahlt werden.
Der Vorteil anamorpher 16:9-Bilder liegt darin, daß alle 576 Videozeilen für ein deutlich detailreicheres Bild mit höherer Vertikalauflösung genutzt werden. Zum Vergleich: Im normalen Letterbox-Bild (4:3-Standardbild mit schwarzen Balken) stehen also immer weniger Videozeilen zur Verfügung, als im 4:3-Format mit 576 sichtbaren Zeilen:

Beispiels-Rechnung:

Fernsehbild 4:3 = 1,33:1 hat 576 sichtbare Videozeilen
Letterbox z.B. 16:9 = 1,78:1 hat 430 sichtbare Videozeilen (576/1,78 * 1,33 = 430)
Letterbox z.B. 1,85:1 hat 414 sichtbare Videozeilen (576/1,85 * 1,33 = 414)
Letterbox z.B. 21:9 = 2,35:1 hat 325 sichtbare Videozeilen (576/2,35 * 1,33 = 325)

Jeweils die restlichen Zeilen der unterschiedlichen Letterboxformate stellen die Schwarzbalken dar:

Fernsehbild 4:3 = 1,33:1 hat 576 sichtbare Videozeilen
Letterbox z.B. 16:9 = 1,78:1 hat 430 sichtbare Videozeilen und 146 Zeilen Schwarzbalken
Letterbox z.B. 1,85:1 hat 414 sichtbare Videozeilen und 162 Zeilen Schwarzbalken
Letterbox z.B. 21:9 = 2,35:1 hat 325 sichtbare Videozeilen und 251 Zeilen Schwarzbalken

Da bei Letterbox-Wiedergabe also effektiv Videozeilen fehlen, wirkt das Bild nicht nur unschärfer, sondern auch getreppt.

(siehe auch ausführlich "Anamorphe Bildformate" in WISSENSWERTES)

Angle

Mit der Angle- (Engl. für Winkel-) Funktion hat der Zuschauer die Möglichkeit, das auf einer DVD gespeicherte Filmausgangsmaterial aus bis zu 9 verschiedenen Perspektiven zu betrachten (auch "Multi-Angle-Funktion" genannt). DVD-Filme, die über diese Funktion verfügen kennzeichnet ein Kamerasymbol. Erscheint dieses Symbol während der Wiedergabe eingeblendet kann der Zuschauer mit der Kamerataste seiner DVD-Player-Fernbedienung zwischen den unterschiedlichen Kameraperspektiven umzuschalten. Diese Funktion steht zur Zeit nur für wenige DVD-Filme zur Verfügung, beispielsweise sehr häufig bei gewissen Erwachsenen-"18er-DVD"-Filmtiteln oder in Zusatz-DVDs wie "Making of"-Material, wo der Zuschauer dann beispielsweise während einer Filmszene zwischen Computeranimation, Studioaufnahme und Filmskizzen umschalten kann.

ANSI-Lumen

ANSI steht für "American National Standards Institute", vergleichbar mit dem hiesigen DIN "Deutsches Institut für Normung e. V.". ANSI-Lumen entspricht dem nach ANSI-Standard gemessenen Lichtstrom eines Projektors, der in „Lumen“ gemessen wird. Das ist die Tatsächliche Lichtmenge, die ein Projektor abgibt. Damit lassen sich verschiedene Projektoren in deren Lichtleistung vergleichen. Dabei misst man das Licht, das auf eine bestimmte Fläche trifft (d.h. die Meßsonden sitzen auf bzw. hinter der Leinwand) und nicht das von der Leinwand reflektierte Licht. Man unterteilt eine bestimmte Projektionsfläche, z.B. 1 qm (Quadratmeter) in 9 gleich große Felder und misst die jeweilige Lichtleistung (diese erhält man durch die gemessenen Lux-Werte bezogen auf die Projektionsfläche) in der Mitte aller 9 Felder. Nach der Messung zählt man alle Helligkeitswerte der 9 Felder zusammen und teilt sie durch 9. Der daraus folgende Mittelwert macht die Eigenschaften verschiedener Projektortechniken (gleichmäßige Bildausleuchtung usw.) vergleichbar.

Artefakt

Als Artefakte bezeichnet man Fehler einer Wiedergabe, die auf Grund von Bearbeitung, Datenreduktion, Filterung oder Interferenzen (Überlagerungen, bzw. gegenseitige Beeinflussungen) hervorgerufen werden und somit das originale Bild- und Tonsignal verfälschen. Im Filmbild äußern sich diese Bildfehler (Artefakte) beispielsweise in bewegten Motiven, die allerdings sehr spezifisch von Bildmaterial, Videoverarbeitung und Displaytechnik abhängen.
Die Ausbildung von Treppenstrukturen stellt z.B. einen der bekanntesten Artefakte dar, die bei der Konvertierung von 35mm Kinofilmen in das PAL- oder NTSC-Format vorkommen und sich bei bewegten Motiven zeigen, beispielsweise die Reling oder das diagonale Segeltau eines durch das Bild fahrenden Schiffes. Hierbei entstehen meist, an eben solchen diagonalen Linien wie Reling und Segeltau, Treppenstrukturen oder auch Flackerkanten genannt.

Audyssey

Die Firma Audyssey (www.audyssey.com) stellte als einer der ersten ein zuverlässig arbeitendes, automatisches Abgleichsystem für Surround-Decoder her, dass Pegel, Verzögerung, Bassmanagement und Frequenzkorrekturen selbsttätig durchführt.

Auflösung

In Anlehnung an das aus Videozeilen aufgebaute Fernsehbild spricht man von horizontal und vertikal aufgelösten Linien, welche die darstellbare Bildauflösung beschreiben. Künftig wird man anstelle von Linien die einfachere Beschreibung von horizontal und vertikal verfügbaren Bildpunkten ("Pixel") verwenden.
Einfach und Verständlich ist die Zuordnung beim künftigen HDTV-Fernsehen gelöst: Die Auflösung in Videozeilen gibt hier den HDTV-Formaten 720p (p=Progressive, Vollbild) und 1080i (i=Interlaced, Halbbild) oder 1080p ihren Namen. Außerdem wurde eine zur vertikalen Auflösung proportionale horizontale Auflösung gewählt, die sich ganz einfach aus dem Bildformat-Faktor ergibt: 720 * 16:9 = 1.280 und 1.080 * 16:9 = 1.920 horizontale Bildpunkte. TV-Geräte und Projektoren mit 1.920 * 1.080 Bildpunkten sind also für das „Full-HD“-Format 1080p optimiert.
Schnell gestalten sich in der analogen Videowelt die Auflösungen, denn PAL besitzt beispielsweise 625 Zeilen, von denen aber nur 576 dem eigentlichen Bild zur Verfügung stehen. Daher besitzt PAL bei digitaler Übertragung eine vertikale Auflösung von nur 576 Pixeln. Der horizontalen Auflösung wird in Bezug auf die Modulationstechnik von PAL eine "Videobandbreite" in MHz zugeordnet. Hier gilt folgende Regel: Anzahl der Linien dividiert durch 80 = Videobandbreite in MHz.
Jetzt wird es noch etwas komplizierter: Die horizontale Auflösung bezieht sich stets auf die Videozeilen des TV-Systems, also auf die vertikale Bildauflösung. Aufgrund des Formatfaktors 4:3 muss die horizontale Linienauflösung also noch mit dem Faktor 1,33 (4:3 = 1,33) multipliziert werden, um alle horizontalen Bildpunkte zu erfassen, also 576 * 4/3 ergibt 766 horizontale Bildpunkte für PAL.
Diese Auflösung wurde jedoch nie gesendet: Bei 5 MHz endete das Schwarzweißfenster (400 Linien). Farbfernsehen filtert aufgrund der Farbträgerfrequenz bei 4,43 MHz schon ab 4 MHz die Bildschärfe heraus (320 Linien Auflösung, das ergibt multipliziert mit dem Faktor 1,33 rund 425 Bildpunkte pro Zeile).
Die DVD speichert immerhin 720 * 576 Bildpunkte. Daraus ergibt sich für die Videobandbreite auf DVD Folgendes: 720 Bildpunkte dividiert durch 1,33 ergibt 541 "horizontale Linien". Der durch 80 geteilten Linienzahl entspricht eine Videobandbreite von 6,76 MHz. Auf Testbild-DVDs stellt deshalb ein Schärfeburst mit 6,76 MHz die absolute Auflösungsgrenze in horizontaler Richtung dar.
Zum Vergleich: Ein VHS-Videorekorder endet bei 3 MHz Videobandbreite, mehr als 240 Linien horizontale Auflösung (entspricht 240 * 1,33 = 320 Bildpunkten pro Videozeile) löst er nicht auf. Anamorph gemasterte Filme sind übrigens vertikal schärfer als horizontal. Das muss beim Vergleich mit der Auflösung der PC-Formate SVGA und XGA berücksichtigt werden. Für weitere Details siehe auch "Zeilenfrequenz bei TV-Signalen", "Halbbilder", "Interlace" im "Glossar".

*Preise von Amazon.de abgerufen um 19:47 MEZ - Weitere Informationen

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